Heimat

Thüringer Rostbratwurst

Der Klassiker: Die Thüringer Rostbratwurst

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Getrost darf man die Thüringer Rostbratwurst als Klassiker bezeichnen, denn älteste Erwähnungen datieren aus 1404. Das älteste bekannte Rezept erschien 1613 in der Schrift „Ordnung für das Fleischerhandwerk zu Weimar, Jena und Buttstädt“; eine geräucherte Variante erwähnte man 1797 im „Thüringisch-Erfurtischen Kochbuch“. Seit 2004 ist die Thüringer Rostbratwurst mit ihren typischen Rezeptmerkmalen als sogenannte „geschützte geografische Angabe“ registriert. Die Wurst soll mindestens 15 cm lang sein und ein Gewicht zwischen 100 und 150 Gramm aufweisen. Sie besteht in roher oder gebrühter Form aus Schweinefleisch mit möglichen Anteilen von Rind- oder Kalbfleisch. Die würzige Geschmacksnote resultiert aus einem Mix von Salz und Pfeffer, Majoran und Kümmel, regional auch aus Knoblauch sowie weiteren Gewürznuancen.

Aus Thüringen in den Rest der Welt

Der Siegeszug der Thüringer Rostbratwurst ist nicht aufzuhalten. Denn das Gewürzwunder schmeckt gebraten ebenso gut wie frisch vom Grill. Man erlebt den Duft auf den Weihnachtsmärkten, wenn die Kälte einen dazu bringt, etwas Warmes essen zu wollen, dort lässt man sich die frisch gebratene Wurst im aufgeschnittenen Brötchen mit Senf schmecken. Oder bei vielen anderen Gelegenheiten, die Lust auf einen solch köstlichen Snack machen. In Restaurants oder Gasthäusern wird die Thüringer Rostbratwurst mit vielen unterschiedlichen Beilagen angeboten. So etwa mit Sauerkraut und Kartoffelstampf. Wer gerade in der Nähe von Erfurt unterwegs ist und Hintergrundwissen zum Thema Thüringer Rostbratwurst sucht, besucht am besten das 1. Deutsche Bratwurstmuseum in Holzhausen. Die erste Ausstellung öffnete im Mai 2006; mittlerweile pilgern etwa 50.000 Besucher pro Jahr ins Wurstmuseum.


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