Heimat

Streuobstwiesen

Die Streuobstwiesen von Rheinland-Pfalz

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Wandert oder radelt man entlang der Streuobstwiesen, lassen diese Erinnerungen an längst vergangene Kinderzeiten vor dem inneren Auge entstehen. Ländliche Idylle geht einher mit dem Anblick der meist hochstämmigen Bäume auf historischen Wiesenanlagen. Unterschiedliche Obstarten und -sorten entwickeln besonders im Frühling mit ihren diversen Blütenfarben eine wunderbare Pracht. Der Begriff der Streuobstwiesen geht auf die Bezeichnung „Obstanbau in Streulage“ zurück. Im Jahr 1975 prägte der Ornithologe Bruno Ullrich ihn im Zusammenhang mit der Bedeutung dieser Wiesenarten insbesondere im Albvorland für den Vogelschutz. Heutzutage rücken Streuobstwiesen immer mehr in den Fokus jener, die sich um den Erhalt der Natur und ihren Schutz engagieren, so auch in Rheinland-Pfalz.

Streuobstwiesen: Wichtig für Natur und Mensch

Schaut man sich allein die Streuobstwiesen im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen näher an, wird schnell deutlich, wie wichtig Streuobstwiesen sind. 2002 erfasste man sämtliche Streuobstbestände in diesem Areal. Das Resultat waren etwa 71.000 Einzelbäume auf rund 1.000 Hektar Streuobstwiesen. Sie bestanden zu 54 Prozent aus Apfelbäumen, 46 Prozent teilten sich Kirschen, Birnen und Pflaumen. Streuobstwiesen bilden im Naturpark Pfälzerwald einerseits ein abwechslungsreiches Pendant zum Waldreichtum, andererseits stabilisieren sie den Naturhaushalt und besitzen eine große Bedeutung für Boden- und Wasserschutz sowie für den Klimaausgleich. Und kulinarisch gesehen sind die Früchte der Streuobstwiesen ein Highlight für die abwechslungsreiche Küche.


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