Heimat

Stralsunder Fischertopf

Die Fischspezialität aus dem hohen Norden

Foto: Nelea Reazanteva / adobe.stock.com

Mecklenburg-Vorpommern, jenes Bundesland, das sich im Zentrum des südlichen Ostseeraumes erstreckt, bietet auf mehr als 23.000 km² eine Fülle an zauberhaften Landschaften und eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten. Auch in kulinarischer Hinsicht weiß das am dünnsten besiedelte deutsche Bundesland Aufsehen zu erregen. Typisch norddeutsch ist selbstverständlich die Basis „hoch oben im Norden“, bodenständig und deftig sind die historischen Gerichte, die heute wiederentdeckt und oft mit Hilfe von modernen Nuancen neu interpretiert werden. In Restaurants und Gasthöfen befinden sich daher Eintöpfe, Kartoffelgerichte, Gemüse, Fleisch und Geflügel auf den Menükarten. Die maritimen Geschmacksknospen werden mit Scholle und Aal ebenso angesprochen wie mit dem traditionellen Stralsunder Fischertopf.

Stralsunder Fischertopf auf den Punkt gebracht

Die Hauptzutaten für den Stralsunder Fischertopf sind fangfrisch am leckersten. Dazu eignen sich Fischfilets von Rotbarsch und Seelachs, Katfisch, Kabeljau oder Dorsch. Der Fischertopf soll den Magen füllen und gleichzeitig ein wohliges Gefühl bescheren. Schließlich wurde er früher zubereitet, damit die hart arbeitenden Fischer eine gehaltvolle und gute Mahlzeit zu sich nehmen konnten. Reichhaltige Gewürzmischungen von Knoblauch, Salz, Pfeffer, scharfem Paprika, Senf, Tomatenmark, Dill und Sahne verleihen dem Stralsunder Fischertopf ebenso viel Charakter wie Zwiebeln und Salatgurken. Traditionell serviert man die rustikal-feine Leckerei mit Schwarzbrot und Salat, manche bevorzugen zusätzlich noch Kartoffeln zum deftigen Eintopf.


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