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Erzgebirgische Volkskunst

Die Erzgebirgische Volkskunst: Tradition und Handwerk

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Die Erzgebirgische Volkskunst kann man sehr weitläufig betrachten. Schließlich gehören nicht nur die weltbekannten Holzarbeiten dazu, sondern auch Gemälde, Spielzeug, das Klöppeln sowie Geschichten und Gedichte. Sie ist so vielfältig, dass man eindrucksvolle Beispiele als kostbare Exponate etwa im Erzgebirgischen Spielzeugmuseum von Seiffen, im Neuhausener Nussknackermuseum sowie im Dresdner Museum für Sächsische Volkskunst entdecken kann. Möchte man diese traditionelle Volkskunst auf einen Nenner bringen, sind es immer wieder die Motive, die sich auf die Zeiten des Bergbaus und die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen beziehen. Sie erinnern an jene Epoche, die im 12. Jahrhundert im Erzgebirge begann. Heute gilt das Erzgebirge als eine der größten, geschlossenen Volkskunstregionen in Deutschland.

Die vielen Facetten des Brauchtums

Das Charakteristische dieser traditionellen Ausdrucksform sind die bodenständigen Motive, Skulpturen und Figuren. Man findet den Engel neben dem Bergmann, den eindrucksvollen Nussknacker, Weihnachtsengel und Reifentiere. Besonders bekannt sind die fein geschnitzten und mit vielen Ornamenten verzierten Schwibbögen, jene Lichterbögen, die man ins Fenster stellt und mit weihnachtlicher Beleuchtung schmückt. Auch die Flügel- oder Weihnachtspyramiden gehören zur Erzgebirgischen Volkskunst: Sie werden durch die aufsteigende Wärme brennender Kerzen in Bewegung gesetzt und sind ein wunderbarer Anblick. Für die duftenden Räuchermännchen zeichnen die Spielzeugmacher aus dem Erzgebirge seit der Zeit um 1830 verantwortlich.


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